
Auch ikebanatechnisch hat das neue Jahr begonnen
Wir wechseln uns ab bei den Vorführungen und dieses Jahr waren neben Gisela Jost, Meisterin der Kaden Ryu Schule, meine Freundinnen Waltraud, Christiane und ich an der Reihe.
Am Samstag davor haben wir uns getroffen und die Arrangements und die Reihenfolge besprochen. Ich bin mal wieder erst kurz vorher kreativ geworden und habe am Abend vorsichtig versucht meinem Mann beizubringen, was ich geplant habe und was er mir dabei noch helfen muss. Das Erste, was ich wieder zu hören bekam, war: "Du spinnst!"... Letzten Endes ist er dann doch mit mir in den Baumarkt gefahren, das nötige Material zu besorgen, hat brav gesägt, geleimt und verschraubt. Gestrichen habe ich dann noch und alles war rechtzeitig fertig.
Begonnen hat Gisela Jost mit 3 Arrangements der Kaden Ryu Schule, in der ausschließlich mit frischem natürlichem Material gearbeitet wird.
Ich möchte mich für die schlechte Qualität der Fotos entschuldigen, die Lichtverhältnisse waren dermaßen schlecht und ich habe immer noch nicht die über 200 seitige Anleitung meiner Kamera gelesen...


Im Anschluss daran habe ich mit einem Arrangement im freien Stil der Sogetsu Schule begonnen.
Die silbernen Papierschnüre werden traditionell in Japan zu Festtagen in Ikebanaarrangements verwendet, aber in dicken Bündeln, aus denen Knoten oder Kränze gebunden werden. Ich wollte sie in einer anderen Form einsetzen und habe sie als eine Art Vorhang in einen (selbstgebauten) Holzrahmen geklebt und die Blüten von außen nach innen durchgesteckt.

Waltraud hat zu einem schwarzen japanischen Eisengestell schwarzgefärbte Mitsumatezweige, Aaparagus Meieri, getrocknete Alliumfruchtstände und eine Anthurie arrangiert.
Christiane hat ein kullinarisches Ikebana geschaffen, Grünkohl, Romanesco und mit Chilischoten "gewürzt".
Waltraud hat in ihrem zweiten Arrangement einen Sandstein mit drei Messingstäben, kleinen Stücken eines Nestfarnes, Asparagus Plumosus und einer wunderschönen Phaleonopsisorchidee kombiniert.
Ich habe anschließend die drei Freunde des Winters, die Kiefer oder wie hier die Föhre, den Bambus, diesmal als Bambusrohre, die gleichzeitig als Gefäße dienen, und Kirschzweige verwendet. Da die Kirschzweig leider noch nicht blühen, habe ich noch japanische Zierquitte hinzugefügt.

Zum Abschluss der Vorführung haben wir vier noch ein Gemeinschaftsarrangement gestaltet. Waltraud und Christiane haben drei alte Rebstöcke als Basis in eine große Schale gestellt und Schlehenzweige mit Flechten dazugesteckt. Anschließend habe ich drei Amaryllis hinzugefügt und Gisela als Abschluss drei rote Kunststoffstreifen.
Bis auf kleine statische Probleme, die sich aber schnell beheben ließen, hat alles prima geklappt und die Zuschauer waren durch die Bank weg zufrieden mit unserer Vorführung.
Nächstes Jahr bin ich dann wieder Zuschauer ;-)
14.1.07 20:26
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Andrea / Website (15.1.07 08:30) ....wow...sieht das alles toll aus..bis auf den Grünkohl, der gefällt mir weniger....Das ist aber auch ein sehr schönes Hobby, das du da noch hast. Was trägst du denn da um den Hals? Neugierige Grüße von der Andrea |
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Garnprinzessin / Website (15.1.07 13:59) Gerade den Grünkohl mit den Pepperonen finde ich sehr gelungen. Ich mag unübliche Materialien! Schön und inspirierend, danke für die vielen Bilder! Liebe Grüsse von der Garnprinzessin |
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antje / Website (15.1.07 17:42) wunderschön, ich glaube ich muss auch wieder einen Kurs machen! |
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iris-julimond / Website (16.1.07 09:25) boah, eh, wie man hier so schön sagt.;-)) ich binhin und weg, du bist ja eine richtige künstlerin. klasse. lg iris |
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